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"Besser die Wahrheit": Christian Wulff im Gespräch mit Hugo Müller-Vogg


Was Christian Wulff 2007 über sich und seine politischen Vorstellungen sagte, ist interessanter denn je. Hier spricht der neue Bundespräsident.

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28.07.2010

Brüderle „Klassenbester“ beim Umweltschutz

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) setzt auf den Markt. Jede Form staatlicher Gängelung ist dem Liberalen ein Graus. Das hat er bei seinem Veto gegen Staatshilfen für Opel (gegen Kanzlerin Angela Merkel, CDU) und gegen jede staatliche Einmischung bei Karstadt (gegen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, CDU) bewiesen.

Jetzt zeigt Brüderle auch Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), wie Umweltschutz auf freiwilliger Basis aussieht. Kürzlich ist der Ordnungspolitiker auf einen Dienstwagen umgestiegen, der weniger Kohlendioxid ausstößt als jedes andere Minister-Fahrzeug. Jürgen Rensch von der Deutschen Umwelthilfe: „Brüderle ist jetzt Klassenbester unter den Bundesministern.“

Anfang des Jahres hatte die Umwelthilfe Brüderle wegen „des klimaschädlichsten“ Dienstwagens im Kabinett kritisiert. Das war ein Audi A8, den er noch von seinem Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) übernommen hatte. Kaum war der Leasingvertrag für diesen Umweltverschmutzer (CO2-Ausstoß: 249 Gramm je Kilometer) abgelaufen, stieg Brüderle auf einen Mercedes E 220 CDI (Diesel) um: Nur 5,5 Liter Diesel je 100 Kilometer bei einem CO2-Ausstoß von 144 Gramm.

Umweltminister Röttgen verbraucht mit seinem Mercedes S 400 Blue Hybrid dagegen 8,2 Liter und hat einen CO2-Ausstoß von 191 Gramm. Die größten Umweltsünder beim Kohlendioxid sind nach Angaben der Umwelthilfe Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Forschungsministerin Annette Schavan, deren Audi-Modelle 244 Gramm CO2 in die Luft pusten.

Keine Chance beim Kampf um den Umweltpokal haben neben der Kanzlerin auch der Verteidigungs- und der Finanzminister. Sie alle fahren aus Sicherheitsgründen gepanzerte Limousinen, die schon wegen ihres Gewichts viel mehr Benzin schlucken.

(BILD)

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