LAYOUT
Die erste Online-Zeitung in drei Versionen.

"Besser die Wahrheit": Christian Wulff im Gespräch mit Hugo Müller-Vogg


Was Christian Wulff 2007 über sich und seine politischen Vorstellungen sagte, ist interessanter denn je. Hier spricht der neue Bundespräsident.

Jetzt besonders aktuell.
 MÜLLER-VOGG-BLOG - zurück

27.07.2010

Kanzlerin unterbricht Urlaub für Trauerfeier in Duisburg

Die Katastrophe von Duisburg hat auch die Spitzenpolitiker erschüttert. Zwischen der nordrhein-westfälischen Landesregierung, der Stadt Duisburg, dem Kanzleramt und dem Bundespräsidialamt wird derzeit der Termin für eine Trauerfeier abgestimmt. Es gilt als sicher, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt aus ihrem Urlaub in Bayreuth nach Duisburg fliegen wird. Anschließend wird sie wieder in Richtung Süden aufbrechen, zum Wandern in den Dolomiten.

Bundespräsident Christian Wulff, der noch bis Freitag Urlaub macht, plant nach BILD-Informationen ebenfalls, den Toten der Loveparade die letzte Ehre zu erweisen.

Die Nachricht vom tragischen Tod junger Raver hatte die Kanzlerin am Samstagabend erreicht, noch vor ihrer Abreise aus Berlin. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla hielt sie über die Katastrophe auf dem Laufenden. In Absprache mit der Kanzlerin bot Pofalla der nordrhein-westfälischen Landesregierung jede Form der Unterstützung an.

Die tödliche Tragödie überschattete am Sonntag auch die Eröffnung der Wagner-Festspiele in Bayreuth. Sie war in den Pausengesprächen – neben der Kanzlerin waren auch Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) sowie die Minister Rainer Brüderle (FDP), Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Peter Ramsauer (CSU) bei der Lohengrin-Premiere – ein bedrückendes Thema.

Auffällig war die Abwesenheit von Claudia Roth. Die Grünen-Chefin, eigentlich ein Stammgast, hatte ihren Besuch nicht etwa wegen Duisburg abgesagt, sondern wegen anderer Termine.

Auch sonst gab es keine Absagen. Der allgemeine Tenor der Politiker: Die Eröffnung der Bayreuther Festspiele ist ein kulturelles Ereignis von europäischer Bedeutung, aber keine Party, bei der es nur um Glamour und Gaudi geht.

Beim traditionellen Empfang der bayerischen Staatsregierung nach der Premiere fand Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bewegende Worte des Gedenkens für die Opfer und bat um eine Schweigeminute. 1000 VIPs hielten betroffen inne.

(BILD)

Artikel versenden | Artikel kommentieren