11.06.2012

Von wegen einmalig!

Jetzt 100 Milliarden Euro Kredite für Spaniens Banken, der spanische Staat haftet, Spaniens Wirtschaft kann wieder wachsen – und alles wird gut.

Das will uns jedenfalls Finanzminister Wolfgang Schäuble glauben machen: einmalige Hilfe, dauerhafter Erfolg.

Schön wär’s. Doch leider läuft kaum etwas so glatt ab, wie Politiker es gerne darstellen. Schon beim ersten Hilfspaket für Griechenland sagte Schäuble voraus, es werde bei der einmaligen Hilfe bleiben.

Das war vor zweieinhalb Jahren. Und seitdem fließt ununterbrochen Geld in das griechische Fass ohne Boden. Von wegen einmalig!

Spanien steht zwar deutlich besser da als Griechenland. Aber der Finanzminister soll uns nichts vormachen: Auch der spanische Patient braucht im Zweifelsfall mehr Hilfe als eine einzige Kapitalspritze.

Eines ist sicher: Den größten Teil der Rechnung für die Rettung des Euro zahlt der deutsche Steuerzahler. Der hat deshalb ein Recht darauf, dass man ihm reinen Wein einschenkt – und ihn nicht mit Floskeln wie „einmalige Hilfe“ benebelt.

(BILD)


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Kommentare

Von Roesger | 11.06.2012

Danke!
Alles gesagt zu unseren politischen Vertretern!

Gilt übrigens für nahezu alle Parteien.


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