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19.01.2012
Schwarz-Gelb setzt auf die Dreier-Kette
Die Regierenden hätten sich einen schöneren Jahresauftakt vorstellen können: ohne Kreditaffäre des Bundespräsidenten, ohne Streit um die Euro-Rettung, ohne Platzen der Jamaika-Koalition in Saarbrücken.
Deshalb nutzten die beiden Fraktions-Anführer Volker Kauder (CDU) und Rainer Brüderle (FDP) sowie CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt den gemeinsamen Neujahrsempfang, ihren Truppen Mut zu machen. „Den Sozis ist es bislang nicht gelungen, auch nur einen Meter Boden gut zu machen“, freute sich Kauder und löste tosenden Applaus aus.
Brüderle wiederum begeisterte mit seinem Fußballvergleich: „Gerda Hasselfeldt, Volker Kauder und ich sind so etwas wie die Dreier-Kette der Koalition. Wir kümmern uns gern um den Spielaufbau. Wenn es nötig ist, grätschen wir auch mal beherzt dazwischen.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU streichelte verletzte liberale Seelen: „Es macht Spaß, mit jedem einzelnen Kollegen zusammenzuarbeiten.“ Ihr Kollege, der Parteivorsitzende Philipp Rösler (FDP), intonierte das neue Motto: „Schwarz-Gelb hält Deutschland auf Wachstumskurs.“
Am Mikrofon fiel der Name Wulff kein einziges Mal. Aber bei Hausmannskost, Currywurst, Wein und Bier kam das Thema immer wieder zur Sprache.
Wobei sich hier alle Koalitionäre einig waren: Hoffentlich ist die Zeit der negativen Präsidenten-Schlagzeilen bald vorbei.
(BILD)
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Kommentare
Von Hans-Peter Raths | 20.01.2012Hallo Herr Müller-Vogg,
es ist ja allgemein bekannt, dass sie ein Gelber und ein Fan von Angie und Schwarz-Gelb sind. Da gehört es sich, auch die winzigste Gelegenheit wahrzunehmen, für mediale Unterstützung zu sorgen. Da erntete Volker Kauder nach Ihrer Wahrnehmung "tosenden Applaus" für seine Feststellung, den Sozis sei es bislang nicht gelungen, auch nur einen Meter Boden gut zu machen. Frage: Kann der Mann nicht rechnen? Wären heute Wahlen, wäre Schwarz-Gelb weg und ohne die Sozis oder die Grünen ginge gar nichts. Die FDP befindet sich dauerhaft im Orkus, und das ist gut so. Und Brüderles Dreierkette müsste ohne ihn auskommen. Es gehört schon einiges dazu, das alles toll zu finden, Herr Müller-Vogg
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