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18. Februar 2012
Nach dem Wulff-Rücktritt, 08:35 Uhr, hr1
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19. Februar 2012
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13.01.2012
Die Wulffs können noch lächeln!
Neujahresempfang des Bundespräsidenten. Eigentlich ein entspannter Sekt-und-Saft-Termin – doch im Schloss Bellevue herrscht eine gewisse Anspannung.
Punkt 10 Uhr beginnt das Defilee. Die Spitzen aus Politik und Wirtschaft sind hier, dazu 80 ehrenamtlich tätige Bürger. Christian Wulff und seine Frau Bettina geben sich locker, lächeln sich immer wieder aufmunternd zu.
Und Angela Merkel (CDU)? Sie scherzt demonstrativ gelassen mit dem Präsidentenpaar, strahlt beim Gruppenfoto geradezu. Außenminister Guido Westerwelle küsst „First Lady“ Bettina auf beide Wangen. In Richtung Journalisten ruft er: „Man kann ruhig zeigen, wenn man sich mag.“ Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU) sagt, „heuer“ sei ihm die Teilnahme besonders wichtig.
Auffällig: SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und SPD- Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier fehlen.
Als ich Angela Merkel darauf anspreche, verweist sie mich an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD): „Erklären Sie dem Mann mal die SPD!“ Ich frage also Beck nach dem Fernbleiben der Spitzengenossen.
Er verweist auf die Fraktionsklausur in Kiel. Und zeigt auf Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Bundestagsvize Wolfgang Thierse.
Die seien ja da. Und er auch. Am Abend stellt SPD-Chef Gabriel folgende Nachricht auf seine „Facebook“-Seite: „Ich habe heute nicht am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten teilgenommen. In der aktuellen Situation hätte ich das als unehrlich empfunden.“
Auch grüne Prominenz fehlt. Auch die haben Klausurtagung. Aber das war schon 2011 so, kann also nicht als Anti-Wulff-Demo ausgelegt werden.
Zwei Absagen sind aber Protestgesten: Edda Müller, Chefin der Anti-Korruptionsorganisation „Transparency International“, und der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Michael Konken, blieben dem Empfang demonstrativ fern.
(BILD)
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Kommentare
Von Reinhard G. Nießing | 22.01.2012Präsidential und souverän
Im Gegensatz zu mach kritischen Kommentarschreiber habe ich das einhundertminütige Interview im heutigen ZEIT-Matinee in ganzer Länge verfolgt. Fazit: Sowohl Herr Joffe als auch der Bundespräsident waren redlich bemüht, das Thema um die sog. "Causa Wulff" zu versachlichen. Es war im hohen Maße aufschlussreich und beide Herren haben sich intellektuell, professionell und souverän präsentiert.
Der Bundespräsident wirkte darüber hinaus einfach präsidential.
Dennoch steckt Christian Wulff in einer ärgerlichen Zwickmühle. Egal was er sagt, das Dauertrommelfeuer einer teilweise bigotten Medienszene wird immer hysterischer und lächerlicher. Weiß Gott kein investigativer Journalismus, eher Zeugnis einer parteilich gewordenen Journaille.
Von Reinhard G. Nießing | 13.01.2012
"Sagt Mutter, `s ist Uwe!"
"Der Mann ist töricht, der die Menge der Freunde zählt. Ein Bündel Röhricht hilft dir nicht, wo ein Stab dir fehlt." (Friedrich Rückert, 1788-1866)
Sollten meine Parteifreunde aus Mangel an Stehvermögen Gefallen daran finden, den König zu köpfen oder die Fahne zu wechseln, weil es gerade Opportun erscheint, dann will ich nicht länger ein Weggefährte sein. An diese Stelle wäre das politische Fundament meiner wertkonservativen Grundhaltung am Boden zerstört. "Sagt Mutter, `s ist Uwe!"
(Nis Randers - von Otto Ernst, 1862- 1926)
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